
Jahresbericht 2025
Verein „Tierra-Vida“
Im Jahr 2025 durfte der Verein „Tierra-Vida“ am 8. November auf dem Biohof Fruchtwald am Homberg ein besonderes Ereignis feiern: das 30-jährige Jubiläum der Finca „El Bosquecillo“.
Als Zeichen unserer Verbundenheit pflanzten wir gemeinsam einen Nussbaum. Gerade in diesem Jubiläumsjahr engagierte sich der Verein „Tierra-Vida“ mit seinen 26 Mitgliedern erneut und mit besonderer Intensität für die Förderung von Begegnung, Dialog, Natur, Ruhe, Heilung und Frieden. Durch konkrete Projekte und Handlungen setzen wir uns in freundschaftlicher Verbundenheit für EINE gerechte, gewaltfreie und hungerlose Welt ein.
Vorstand
Der Vorstand traf sich 2025 zu drei Sitzungen: am 14. Januar online via Zoom, am 29. März in Olten zur 24. Mitgliederversammlung und am 8. November anlässlich der 30-Jahr-Feier. Der Vorstand besteht aus Christoph Mani, Martin Nussbaumer, Michi Reiterer und Hannah Schlotterbeck (alle Kollektivleitung). Michi Reiterer, der seit August 2025 wieder von Kolumbien in die Schweiz gezogen ist, übernimmt primär die Korrespondenz mit Amadeo Eberle und unterstützt aktiv das Projekt Finca „El Bosquecillo“ und ist in Austausch mit Mitarbeiter*innen und Freund*innen in Cali.
Ein besonderer Dank gilt Andreas Berger, der die Kassier-Funktion nun bereits im vierten Jahr ausübt, sowie Maurin Oberholzer für die Begleitung der Solidaritätsgruppe St. Theresia in Allschwil. Die Jahresrechnung 2025 ist auch dieses Jahr positiv. Das ermöglicht uns, alle unsere Projekte weiterhin zu unterstützen. Dafür möchte sich die Kollektivleitung im Namen des Vereins „Tierra-Vida“ bei allen Unterstützer*innen herzlich bedanken.
Verein
Der Verein setzt die Spendengelder gezielt ein, um die wertvolle Arbeit von Padre Amadeo Eberle
mit der Finca „El Bosquecillo“ in Cali, Kolumbien, zu unterstützen. Zusätzlich erhält das „Casa Cultural Tejiendo Sororidades“ in Meléndez, Cali (www.tejiendosororidades.org), das seit vielen Jahren eng mit Amadeo verbunden ist, Beiträge zur Förderung von Frauen- und Kinderprojekten. Auch zwei Projekte in Afrika werden weiterhin gefördert: das „Kondwa-Zentrum für Waisen“ in Lusaka in Sambia, und das Projekt „Khayalethu“ der AAB in Südafrika. Die Finanzierung der Afrika-Projekte erfolgt durch die Solidaritätsgruppe St. Theresia, die jährlich Unterstützungsgesuche bei der Kirchgemeinde Allschwil einreicht.
Unsere Einnahmen verdanken wir hauptsächlich der grosszügigen Unterstützung von Spender*innen, unseren Mitgliedern sowie Beiträgen aus Geburtstagsgeschenken, Gottesdienst-Kollekten und „Blumenspenden“ im Rahmen von Abdankungen.
Für die persönliche Verdankung der Spenden engagiert sich seit vielen Jahren Elisabeth Z’graggen.
An dieser Stelle möchten wir Elisabeth herzlich für ihre wertvolle Unterstützung danken – ¡Muchas Gracias, Elisabeth!
Die Kommunikation nach aussen, sei es an Spender*innen, Freund*innen oder Interessierte,
erfolgt über unsere Website: www.finca-elbosquecillo.org, mit dem halbjährlichen „Tierra-Vida-Infosp“-Mail und dem jährlichen Versand des Weihnachtsrundbriefs im Namen der Stiftung „Tierra Nueva-Vida Nueva“.
Stiftung „Tierra Nueva-Vida Nueva“ mit FincaElBosquecillo, Cali, Kolumbien
Im Jahr 2025 war auf der Finca „El Bosquecillo“ geprägt von der Organisation und Durchführung der 30-Jahr-Jubiläumsfeier. Am Wochenende vom 5./6. Juli wurde dann auch das 30-jährige Bestehen der Finca „El Bosquecillo“ zusammen mit Stiftungsmitgliedern, vielen Freunden und Unterstützer*innen gefeiert. Ebenso konnte am Wochenende vom 11./12. Oktober mit der Jugendgruppe dieses Jubiläum gefeiert werden.
Als Zeichen der Verbundenheit mit allen Freund*innen und Unterstützer*innen vom Bosquecillo und der ganzen Mitwelt wurden ein farbenfroher, gelber Guayacan-Baum gepflanzt. Neben den Vorbereitungen für die 30-Jahr-Feier hat das Finca-Team mit William weitere Infrastrukturarbeiten an Bänken, Signalisationen und Weg-Reparationen getätigt. Aufgrund des vielen Regen von März bis Ende Juni konnten die vorgesehenen Ausbesserungen an den Dächern erst Ende Jahr gemacht werden. Neu gibt es auch wieder einen Computer für die Erfassung der Produkte, Besucher*innen und dem Inventar. Die Finca-Familie mit Daniel und Milena mit Dylan, Rafael und Indriana mit Hannah sowie aushilfsweise ihrer Mutter Maribel, Edi und Joanna mit Overman, William, Michi, Rosalba und Amadeo haben sich gut eingelebt. Es konnte sogar ein gemeinsamer Ausflug in das Naherholungsgebiet vom Fluss Pance im Süden von Cali gemacht werden.
Auch im 2025 läuft sehr vieles im „Bosquecillo“ und auch die Besucher*innen und Gruppen-dynamiken sind zahlreich. Im Jahr 2025 besuchten insgesamt 667 Menschen die Finca (28 Personen mehr als im Vorjahr). Davon kamen 505 Personen in Gruppen, 75 Personen im Familienkreis und 38 Einzelpersonen. April (218 Personen) und Juni (120 Personen) sind die Monate mit den meisten Besucher*innen.
Zu diesem tollen Ergebnis hat sicher auch der Finca-Besuch und Film über „Die Magie vom Bosquecillo“ von Miky Calero beigetragen. Und vom 3. bis 28. Oktober leistet Yannick Gut aus der Schweiz einen Volontäreinsatz bei dem er als ausgebildeter Sozialarbeiter das ganze Team unterstützte und an der 30-Jahr-Feier der Jugendgruppe mitleiten konnte – herzlichen Dank Yannick für deinen Einsatz!
Zum Jahresende fand vom 15. bis 19. Dezember wieder die jährliche Projektwoche Eco-Navideña mit 30 Personen aus Cali, Pereira, Buenaventura und Barranquilla statt, mit dem Thema: 30 Jahre: verkündend – suchend – pflanzend – feiernd. Und vom 22. bis 27. Dezember bekam Amadeo und die Finca „El Bosquecillo“ auch noch Besuch aus der Schweiz von Ralf Eberle und Johann Baar. Manuela und Michi sind seit anfangs 2025, respektive Oktober 2025 nicht mehr in Kolumbien vor Ort und unterstützen das Bosquecillo derzeit aus der Schweiz. Das macht die Aufteilung der vielen verschiedenen Aufgaben sowie die Weiterführung der Grundüberzeugungen von Gewaltlosigkeit und Respekt gegenüber allem Leben nicht gerade einfacher. Administrativ wird Amadeo von Rosalba in der Lohnbuchhaltung unterstützt und sporadisch von Michi bezüglich planerischer oder kommunikativer Aufgaben. Amadeo ist nach wie vor fit und motiviert das „Bosquecillo“ weiterhin zu leiten und zu unterstützen, wünscht sich aber eine baldige und langfristige Ablösung, welche im 2026 zusammen mit dem Vorstand in Kolumbien sowie der Begleitung von Verein Tierra-Vida konkretisiert werden soll.
„Khayalethu“, Südafrika
Das ehemalige AAB-Projekt für Zukunftsperspektiven von Kindern ohne ein Zuhause hat sich, wie Chris Fannin (Präsident von AAB: http://aab-suedlichesafrika.ch/news) in seinen Zwischenberichten beschreibt und uns unser Vereinsmitglied Maurin Oberholzer mit persönlichem Austausch mit Chris Fannin informiert, strategisch dahingehend verändert, dass nun in Bildung und der Generierung von Einkommen – im Besonderen für Frauen – gefördert wird. Chris Fannin besuchte im Oktober 2025 verschiedene Projekte in Pietermaritzburg und Durban. Die verschiedenen Projekte zur Unterstützung von Frauen wuchsen erheblich und konnten ausgeweitet werden: Abhalten von
Näh- und Back-Kursen und Kurse zum Thema Kinderschutz und Kinderrechte sowie Bildung einer freiwilligen Hausaufgabenhilfe-Gruppe sowie Gründung einer Kooperative für die Produktion und Verkauf von Gemüse, Hühnerfleisch und Seife. Ein Familieneinkommen ist für das Wohlergehen der Kinder bedeutend. Neben wirtschaftlichem Erfolg fördern Gemeinschaftssinn und Solidarität das Wohl der Familien und verhindern die Abwanderung in die Städte und somit auf die Strasse.
„Kondwa-Zentrum für Waisen“ in Lusaka, Sambia
Vereinsmitglied Erich und Rosmarie Friemel, die 2006–2008 im Kondwa-Zentrum tätig waren, informieren uns regelmässig über die Situation in Sambia sowie über den Austausch des Unterstützungsvereins „Kondwa-Sambia“ mit den Projektverantwortlichen. Im Jahr 2025 stand bei PaKachele, Kondwa und Seko die ganzheitliche Förderung von Kindern und Jugendlichen im Mittelpunkt. Der Einschulungstag an der PaKachele Gemeinschaftsschule bot Eltern einen umfassenden Einblick in das pädagogische Konzept und unterstrich die Bedeutung der aktiven Zusammenarbeit zwischen Schule und Familien. Besonders hervorzuheben ist die Gehörlosen-Klasse, die Kindern mit Hörbeeinträchtigung einen gleichwertigen Bildungszugang ermöglicht. Im Seko Haus stärkten Familientage und berufliche Ausbildungskooperationen die soziale und berufliche Zukunft der Jugendlichen. Laufende Informationen können unter (www.kondwa.org) eingesehen werden.
Erich berichtet, dass der Verein altersbedingt langsam zu Ende geht. Die vorhandenen Mittel sollten die Projekte im bisherigen Rahmen für weitere 3 oder sogar mehr Jahre sicherstellen.
Dank
Wir danken allen Vereinsmitgliedern, Spender*innen, Begleiter*innen und Freund*innen, die auf vielfältige Weise zum Erfolg unserer Vereinsaktivitäten beigetragen haben – Danke für Eure freundschaftliche Verbundenheit – Gemeinsam setzen wir uns ein für EINE gerechte, gewaltfreie und hungerlose Welt.
Christoph Mani, Martin Nussbaumer, Michi Reiterer, Hannah Schlotterbeck (Kollektivleitung)
Im Januar 2026